Workshop 2021 – Pflege im Nationalsozialismus

Workshop 2021 – Pflege im Nationalsozialismus

Call for Papers

22. bis 23. Oktober 2021

in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein (bei Dresden)

Ebenso wie in der Medizin- ist auch in der Pflegegeschichte die Zeit des Nationalsozialismus seit vielen Jahren ein beliebtes Forschungsfeld. Der Workshop der Fachgesellschaft Pflegegeschichte will daher die gegenwärtig laufenden Forschungsprojekte zusammenbringen und nach dem State-of-the-Art der Forschung zum Thema fragen.

Willkommen sind Beiträge zur gesamten Breite des Themas. Welche Rolle spielte Pflege generell in der nationalsozialistischen Ära und welches berufliche Selbstverständnis lag dem zugrunde? Wie sah die standespolitische Vertretungausund wie fügte sie sich in die nationalsozialistischen Strukturen ein? Wie ging man mit jüdischen Kolleginnen und Kollegen um? Welche Rolle kam Pflegenden im Kontext vonnationalsozialistischen medizinischen Verbrechen in Konzentrationslagern, Heil-und Pflegeanstalten und (psychiatrischen) Kliniken zu? Waren sie lediglich ausführende Organe der von Medizinern und Politikern gefassten Entscheidungenoder besaßen sie auch Handlungsspielräume? Und wenn ja, wie sahen diese konkret aus?

Angesichts der Millionen Verwundeten und Toten des Zweiten Weltkrieges ist auch nach der Funktion und dem Alltag der Kriegskrankenpflege zu fragen. Wie wurde diese organisiert und unter welchen Bedingungen fand die Pflegearbeit an der Front statt?

Auch die Zeit nach 1945 soll in den Blick genommen werden. Welche Rolle spielte eine mögliche nationalistische Vergangenheit für die Pflegerinnen und Pflegernach 1945? Gab esRestriktionen bei der (Wieder-)Einstellung aufgrund einer möglichen nationalsozialistischen Vergangenheit? Zeigen sich eher Kontinuitäten oder Brüche? Fand eine Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen im Kreis der Pflegenden statt?

Ebenso willkommen sind transnational oder auch regionalvergleichend angelegte Bearbeitungen des Themas. In dem Workshop sollen aktuelle Forschungen–gerne „Work in Progress“ –präsentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Der Workshop musste im Jahr 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie verschoben werden. Er wird am 22./23.10.2021 stattfinden. Die Durchführung ist als Präsenzveranstaltung in der Gedenkstätte Pirna-Sonnensteingeplant. Sollte im Sommer abzusehen sein, dass dies nicht möglich sein wird, wird der Workshop in digitaler Form stattfinden.

Abstracts (max. 2.000 Zeichen inkl.Leerzeichen) sind bis zum 31.05.2021 an Dr. Pierre Pfütsch (Schriftführer) per E-Mail zu richten: pierre.pfuetsch(at)igm-bosch.de

Call for Abstracts: “Nursing care in times of epidemics and pandemics –historical and ethical issues”

Workshop 3rd and 4th September 2021 in Heidelberg, Germany (or online if the COVID-19 pandemic requires it)

Deadline for abstracts: November 30th, 2020

Deadline for manuscripts: July 31st, 2021

About the Workshop: The „European Association for the History of Nursing“ and the “European Journal for Nursing History and Ethics” invites to submit contributions to an international workshop on this topic, where precirculated papers will be discussed. Depending on the development of the COVID-19 pandemic, the exchange can thus take place in person or online. It is desirable that the original papers will be published in the European Journal for Nursing History and Ethics, 4th issue 2022 (see: https://www.enhe.eu/).

About the topic: The COVID-19 pandemic is a challenge of historical significance. For the first time since the 1950s and 1960s, the persuasion of being an immunized society was shaken. Diseases and pandemics were long portrayed in public history as historical events that modern scientific medicine was able to happily overcome thanks to the invention of antibiotics and vaccination programs. The COVID-19 pandemic has changed the perspective on the history of epidemics; currently the question arises how we can learn from past pandemics today. At the same time, the recent discussion shows that in the context of pandemics, ethical challenges to the health care system –such as questions of distributive justice –are becoming particularly acute. Last but not least, against the background of the COVID-19 crisis, society is becoming increasingly aware of the crucial importance of nurses in the health care system. The workshop aims on the one hand to make nurses visible as actors in the history of pandemics in the various European countries, and on the other hand to discuss ethical challenges for nurses in both historical and current contexts.

For more information, please visit: https://www.enhe.eu/announcements

Virtuelles Treffen der Fachgesellschaft Pflegegeschichte am 19. Juni 2020

Virtuelles Treffen der Fachgesellschaft Pflegegeschichte am 19. Juni 2020

Am 19.06.2020 traf sich die Fachgesellschaft Pflegegeschichte virtuell zur offenen Vorstandsitzung und Mitgliederversammlung. Der Workshop zum Thema „Pflege im Nationalsozialismus“, der für 19./20.06.2020 in der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein geplant war, musste leider aufgrund der aktuellen gesundheitlichen Lage verschoben werden. Ein neuer Termin wird zeitnah bekanntgegeben.

Inhaltlich diskutiert wurden berufspolitische Initiativen der Fachgesellschaft Pflegegeschichte sowie die Möglichkeiten,  Pflegelehrerinnen und Pflegelehrer bei der Integration pflegehistorischer Erkenntnisse und Methoden in Pflegecurricula und Unterricht zu unterstützen.

Außerdem gab es Veränderungen im Vorstand der Fachgesellschaft Pflegegeschichte: Prof. Dr. Susanne Kreutzer wird von Prof. Dr. Karen Nolte als Vorstandsvorsitzende abgelöst und verlässt den Vorstand. Der Vorstand freut sich sehr, dass Prof. Dr. Susanne Kreutzer weiterhin eine aktive Mitarbeit in der Fachgesellschaft Pflegegeschichte zugesagt hat, und bedankt sich herzlich für das große Engagement.